Springe zum Inhalt

Nach der Geburt legen wir das Kalb in die Futterkrippe. Die Mutter kommt ins Fressgitter und schleckt das Kalb ab. Während dieser Zeit melken wir und versorgen das Frischgeborene mit der wertvollen Biestmilch.

Danach legen wir das Kalb zum Trocknen in die "blaue Box". Nach ca. 3 Std. nehmen wir es wieder raus, bei kälteren Temperaturen ziehen wir ihm eine Kälberdecke an und dann geht's weiter in den "kleinen Kälbergarten". Ca. 6 Std. nach Geburt bieten wir die 2. Kolostrumgabe an.

Bei uns erhält jedes Frischgeborene ca. 1 Tag lang das muttereigene Kolostrum per Nuckelflasche. Danach werden sie an die Milkbar gewöhnt, hier erhalten sie ausschliesslich Milch von den frisch gekalbten Kühen. Wir tränken 2 x täglich. Wenn die Kälber satt sind, füllen wir nochmals etwas Milch in die Milkbar. Diese trinken die Kälber kalt unter dem Tag verteilt. Bis zur nächsten Gabe sollte die Milkbar leer sein und die Kälber hungrig.

Nach ca. 1 Woche zügeln wir sie in den "grossen Kälbergarten". Hier werden sie mit einem einfachen Milchtaxi getränkt und sie erhalten Auslauf ins Freie.

Bis wir genug Milch zum Abliefern haben, wird diese zentrifugiert und zu Butter verarbeitet. Einen kleinen Teil vom Rahm frieren wir ein. Die Magermilch wird an Schweine verfüttert.

Bis heute haben 32 Kühe gekalbt. Bei uns dauert die Abkalbezeit vom 25. Januar bis Ende März.

Wir bekamen 6 Zuchtkälber und 6 Stierkälber. Die restlichen Kälber sind Mastkreuzungen. Leider hat auch uns die Blauzungenkrankheit eingeholt. Wir hatten 6 Aborte und 2 Mumien. Jetzt hoffen wir, dass keine weiteren Ueberraschungen mehr folgen.

Im Herbst 2023 fand eine Tagung der IG Weidemilch zum Thema „Blähungen” statt. Rahel Kaufmann und Andreas Nussbaumer haben die besprochenen Punkte zu einem Faltblatt zusammengefasst.

Aktuell handelt es sich noch um eine Vorabversion, welche hier zum Download bereit steht: Faltblatt_Blähungen.pdf

Wir, das sind Michael Steiner und Brigitte Fässler Steiner mit unseren beiden Kindern Amelia und Noel, bewirtschaften einen Pachtbetrieb im Osten der Gemeinde Herisau AR.

Hier, im niederschlagreichen und hügeligen Appenzellerland betreiben wir Milchwirtschaft mit Aufzucht.

Ab 2019 stellten wir schrittweise auf Vollweide mit saisonaler Abkalbung um.

Seit 2024 sind wir biozertifiziert.

Betriebsspiegel:

  • 34 ha intensive Wiesen und Weiden
  • 3.4 ha extensive Wiesen, Hecken und Streu
  • 38 Milchkühe (Kreuzungen mit BS, Kiwicross, SF, Norweger, Jersey)
  • 10 Aufzuchtrinder