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Nach der Geburt legen wir das Kalb in die Futterkrippe. Die Mutter kommt ins Fressgitter und schleckt das Kalb ab. Während dieser Zeit melken wir und versorgen das Frischgeborene mit der wertvollen Biestmilch.

...weiterlesen "Kälberversorgung"

Bis heute haben 32 Kühe gekalbt. Bei uns dauert die Abkalbezeit vom 25. Januar bis Ende März.

Wir bekamen 6 Zuchtkälber und 6 Stierkälber. Die restlichen Kälber sind Mastkreuzungen. Leider hat auch uns die Blauzungenkrankheit eingeholt. Wir hatten 6 Aborte und 2 Mumien. Jetzt hoffen wir, dass keine weiteren Ueberraschungen mehr folgen.

Wir, das sind Michael Steiner und Brigitte Fässler Steiner mit unseren beiden Kindern Amelia und Noel, bewirtschaften einen Pachtbetrieb im Osten der Gemeinde Herisau AR.

Hier, im niederschlagreichen und hügeligen Appenzellerland betreiben wir Milchwirtschaft mit Aufzucht.

Ab 2019 stellten wir schrittweise auf Vollweide mit saisonaler Abkalbung um.

Seit 2024 sind wir biozertifiziert.

Betriebsspiegel:

  • 34 ha intensive Wiesen und Weiden
  • 3.4 ha extensive Wiesen, Hecken und Streu
  • 38 Milchkühe (Kreuzungen mit BS, Kiwicross, SF, Norweger, Jersey)
  • 10 Aufzuchtrinder

Die Weidesaison ging für uns in dieser Saison etwas früher zu Ende als gewünscht. Gut, immerhin bis zum 19. November konnten wir alle Tiere weiden und zwar bis dahin auch sehr ideal was die Wetterbedingungen anbelangte.  Die Wetterprognose kündigte kalt, nass und sogar auch etwas Schnee an, was dann am Tag darauf auch tatsächlich eintrat. Bei uns bedeutet das Weideende ziemlich bald auch das «Milchende», obschon wir zuerst noch etwas Emd fütterten. Also stellten wir bald voll auf Ökoheu um und siehe da, die Milchmenge pro Kuh sank sofort drastisch.

Nicht ganz wunschgemäss war das Weideende weil ich wusste, dass wir so nicht an einem optimalen «Monddatum» galt stellen konnten. Der Vollmond war erst eine Woche später. Nach Rücksprache mit Birgit Gnadl (danke Anna-Barbara), sollte sich aber auch dieser Zeitpunkt eignen.

...weiterlesen "Galtzeit ist Weihnachtsbaumzeit =)"

Zwar nicht wortwörtlich aber irgendwie sinngemäss. Der Herbst ist spürbar eingekehrt, das Graswachstum lässt langsam nach und die Bäume färben sich bunt. Allerdings haben wir noch einen schönen Futterbestand, den die Kühe im Moment noch mit Tag- und Nachtweide effizient in Milch umsetzten können. Pro Kuh gibt es täglich rund 17kg Milch, zur Zeit noch ohne Zufütterung und auch so ist das Wiederkauen im Schnitt auf knapp 500 Minuten am Tag. Letzteres ist ein wichtiges Indiz für die Gesundheit (Pansen-pH, Klauen, Fruchtbarkeit, usw.).

Wir rotieren immer noch am ABC-System (3 Weiden pro Tag), damit die Kühe noch mindestens 2 Melkungen machen. Seit einer Weile wechseln sie nicht mehr alle selbständig, da das Futterangebot zu gut ist und wir den Bestand nicht mehr zu kurz runtergrasen wollen. Also holen wir sie zwei Mal am Tag. Für uns lohnt sich dies, da wir sonst pro Tag schnell mal 100kg Milch verlieren. Sobald es einen richtigen Frost gibt werden wir wahrscheinlich auch bald nur noch auf eine Weide am Tag umstellen.

...weiterlesen "«Dr Mischt isch gfüert»"