Springe zum Inhalt

Wir haben jetzt den 50. Weidetag im 2019 erreicht. Wie jedes Jahr hat auch das 2019 seine Besonderheiten. Durch den frühen Weidestart, die geringen Niederschlagsmengen, die kühlen Nächte und die fast anhaltende kühle Bise, kam es bis anhin noch zu keiner "Wachstumsexplosion". Sprich die Tiere konnten die zugeteilten 30a Weidefläche pro GVE stets optimal verwerten. Die Grashöhe betrug fast konstante 4 bis 5cm.

Auch an der Koppeleinteilung haben wir seit Weidebeginn noch nichts verändert. Die Tiere erhalten täglich eine neue Koppel in der Grösse von knapp 180a. Auf dieser weiden die Kühe und Aufzuchtrinder von 06.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

Hier findet ihr die aktuelle Präsentation zur Stierenvorstellung von Remo Petermann. Es handelt sich dabei um eine angepasste Version vom März 2019!
Auch dieses Jahr gibt es wieder verschiedenste neue Stiere im Angebot. Die Details dazu sind hier: Genetik 2019_petermann.pdf

Viele unserer Weideflächen sind durch Bodenleitungen mit Trinkwasser erschlossen. So haben die Kühe und Rinder ungehinderten Zugang zu Weidetrogtränken. Jahreszeit- und witterungsbedingt, sind die Tiere täglich momentan ca. 5h auf einer Weidekoppel. Da wir z.T. noch Nachtfrost haben, sind die Bodenleitungen noch nicht in Betrieb. So wird den Kühen täglich frisches Wasser mit einem Tränkewagen auf die jeweilige Koppel gebracht. Obwohl die Temperaturen noch verhalten sind, beträgt der Wasserverbrauch auf der Weide 1500 bis 2000 Liter pro Tag! Der Wagen ist eine Eigenkonstruktion mit grossem Trog inkl. Doppelschwimmerventil.


Heute haben wir das Abendmelken etwas vorgezogen und danach den Kühen und Rindern ihren ersten Weidegang im 2019 gewährt. Die Bedingungen für den Weidestart sind optimal. Da wir im Spätherbst 2018 den Weidedruck zurückgenommen haben und das Gras auch im Winter noch etwas gewachsen ist, können die Tiere bereits einige kg TS aufnehmen. Auf unseren flachgründigen Böden sind kaum Narbenschäden sichtbar.

1

Nachdem wir die letzten 14 Tage, die nicht für die Kälberaufzucht verwendete Milch zentrifugiert, den daraus entstandenen Rahm pasteurisiert und zu Butter verarbeitet haben, lieferten wir am Freitag unsere erste Bio-Milch. Die für den Eigenbedarf produzierte Butter, reicht unserer Familie fast ein Jahr.

tDas sonnige Wetter nutzen wir um die Zäune instand zu stellen. Viele der Weiden grenzen an verkehrsreiche Strassen. Auf einem Teilstück wurden morsche Tannenpfähle durch neue Akazienpfähle ersetzt. Diese drückte ich mit dem Frontlader ca. 50cm in den Boden. Unser Sohn Nick montierte anschliessend die Zaunisolatoren auf eine effiziente und bequeme Art.

1

Heute sind wir beim 12. Kalb angekommen. Davon sind 8 Tiere weiblich. Da wir die ersten 21 Tage künstlich besamen, stammen die Tiere von EXECUTIVE, OBSIDIAN, SAUR, PIT und FRISCO ab. Alle Geburten verliefen problemlos, sowohl die Kühe wie auch die Kälber sind fit. Unmittelbar nach der Geburt erhalten die Kälber Kolostralmilch, entweder direkt am Euter oder mit dem Nuckel-Eimer.

In den ersten Lebenswochen tränken wir die Kälber zweimal täglich mit je 3-4 Liter Milch. Immer von den aktuell frischkalbenden Kühen. Diese wird mit dem Standeimer gemolken und direkt mit Tränkeimern vertränkt. So muss die Milch nicht zusätzlich erwärmt werden. Wir verfügen über 21 Tränkeplätze.

Vergangene Woche nutzten wir für diverse Vorbereitungsarbeiten. Wie jedes Jahr am Ende der "Melkferien" erledigen wir einen grossen Teil der Wartungs- und Reinigungsarbeiten unserer Melkanlage in Eigenregie. Der Melktechniker übernimmt dann die Messarbeiten für den Kontrollbericht.

Ebenfalls richteten wir unser "Kälberdorf" und den Abkalbebereich ein. Heute Abend ist die eine Abkalbebucht zum ersten mal belegt. Java wird diese Saison ihr 6. Kalb zur Welt bringen, Elli das Erste. Alle Tiere gewöhnen wir schon vor dem Abkalben an die Abkalbebuchten. So können die Tiere stressfrei verstellt werden, wenn der Geburtszeitpunkt erreicht ist.

Unser Betrieb liegt am Nordrand der aargauer Gemeinde Seon. Umgeben von einer hügeligen Wiesenlandschaft, ist der Hof das Zuhause meiner Frau, unseren 3 Jungs, meiner Eltern und mir. Wir betreiben ausschliesslich Milchproduktion und Aufzucht. Bewirtschaftet wird nach dem Grundsatz des biologischen Landbau. Die Grundlage der saisonalen Milchproduktion ist Wiesenfutter.

Betriebspiegel

  • 22 ha Intensive Wiesen und Weiden
  • 5 ha Extensive Wiesen und Hecken
  • 40 Milchkühe der Rassen Swissfleckvieh und Kiwicross
  • 10 Aufzuchtrinder