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Hier findet ihr die aktuelle Präsentation zur Stierenvorstellung von Remo Petermann.
Die Präsentation enthält die aktuell verfügbare NZ-Genetik, sowie hornlose Stiere und weitere Spezialitäten für Vollweide. Die Details dazu sind hier: Genetik 2020_petermann.pdf

Die Melksaison 2019 neigt sich dem Ende zu. Zugang zu frischem Gras hatten die Kühe vom 19. Februar bis am 23. November. Wir liefern am Samstag 14. Dezember die letzte Milch. Schon jetzt freuen wir uns auf die bevorstehende 7 bis 8 wöchige Melkpause!

Seit 27 Jahren melken wir unsere Kühe mit einer Rohrmelkanlage. Der alte Anbindestall dient als "Melkstall" mit 15 Plätzen. Pro Melkzeit sind drei Umtriebe nötig. Anbindevorrichtungen wurden durch ein Fressgitter ersetzt. Wir verabreichen kein Lockfutter. Trotzdem kommen die Kühe gerne zum Melken und müssen kaum nachgtrieben werden. Unmittelbar nach der Melkzeugabnahme kommen die Kühe auf eine neue Weidekoppel oder ausserhalb der Vegetationszeit ans Fressgitter im Boxenlaufstall Das alte Stallgebäude ist gross und isoliert und gut gegen Kälte und Hitze geschützt.

Meine Frau Nicole, unsere Aushilfsmelkerin Carole oder ich, benötigen für das melken der 40 Kühe mit 5 Melkzeugen rund eine Stunde. Die Milch gelangt in den Hoftank und wird jeden zweiten Tag abgeholt. Nach der Melkarbeit wird der Melkstall gereinigt. Ausser zum Melken haben die Kühe keinen Zugang zu diesem Stallteil.

Am Dienstag den 6. August 2019 fanden sich bei regnerischem Wetter 40 Interessierte auf dem Hof der Familie Käser in Roggwil TG ein. Dabei gab es eine gute Durchmischung von Vollweideprofis und Neulingen. Zum Einstieg stellten drei Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter ihre Betriebe vor. Anschliessend wurde in einer Präsentation auf die Umstellung von Ganzjahres- auf Blockabkalbung eingegangen.
Beim anschliessenden Mittagessen aus dem Rucksack wurde rege weiter diskutiert und gefachsimpelt.
Am Nachmittag wurde der Betrieb und die Weiden besichtigt. Dabei konnten diejenigen Betriebsleiter, welche über viel Erfahrung mit Kurzrasenweide verfügen, gute Tipps weitergeben.

Präsentation zur Umstellung auf Saisonale Abkalbung: Umstellung_auf_Saisonal.pdf

So gut sich unsere leichten Kies- und Sandböden für eine frühen Weideaustrieb eignen und auch bei längenen Niederschlagsphasen dank der dichten Narbe durch die Kurzrasenweide keine Narbenschäden sichtbar, sind umso trockenheitsanfälliger sind die Flächen. Eine Bewässerung aus einem Gewässer ist auf dem Betrieb nicht möglich.

In solchen Hitzephasen füttern wir jeweils etwas Frischgras zu, um Druck von den Weideflächen zu nehmen bzw. die Kühe nicht zu tief fressen zu lassen. Über den Sommer wird eine entfernte Parzelle als "Reserve" stehen gelassen und nicht als Dürrfutter konserviert. Wenn nötig können wir aus diesem Schlag das Frischgras mit Frontmähwerk und Ladewagen eingrasen und den Tieren nach der kurzen Morgenweide im Stall vorlegen.

Unseren 40 Tieren fütterten wir in den vergangenen 2 Wochen etwa 90 Aren Kleegras als Frischgras im Stall zu.