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Nachdem wir die letzten 14 Tage, die nicht für die Kälberaufzucht verwendete Milch zentrifugiert, den daraus entstandenen Rahm pasteurisiert und zu Butter verarbeitet haben, lieferten wir am Freitag unsere erste Bio-Milch. Die für den Eigenbedarf produzierte Butter, reicht unserer Familie fast ein Jahr.

tDas sonnige Wetter nutzen wir um die Zäune instand zu stellen. Viele der Weiden grenzen an verkehrsreiche Strassen. Auf einem Teilstück wurden morsche Tannenpfähle durch neue Akazienpfähle ersetzt. Diese drückte ich mit dem Frontlader ca. 50cm in den Boden. Unser Sohn Nick montierte anschliessend die Zaunisolatoren auf eine effiziente und bequeme Art.

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Heute sind wir beim 12. Kalb angekommen. Davon sind 8 Tiere weiblich. Da wir die ersten 21 Tage künstlich besamen, stammen die Tiere von EXECUTIVE, OBSIDIAN, SAUR, PIT und FRISCO ab. Alle Geburten verliefen problemlos, sowohl die Kühe wie auch die Kälber sind fit. Unmittelbar nach der Geburt erhalten die Kälber Kolostralmilch, entweder direkt am Euter oder mit dem Nuckel-Eimer.

In den ersten Lebenswochen tränken wir die Kälber zweimal täglich mit je 3-4 Liter Milch. Immer von den aktuell frischkalbenden Kühen. Diese wird mit dem Standeimer gemolken und direkt mit Tränkeimern vertränkt. So muss die Milch nicht zusätzlich erwärmt werden. Wir verfügen über 21 Tränkeplätze.

Vergangene Woche nutzten wir für diverse Vorbereitungsarbeiten. Wie jedes Jahr am Ende der "Melkferien" erledigen wir einen grossen Teil der Wartungs- und Reinigungsarbeiten unserer Melkanlage in Eigenregie. Der Melktechniker übernimmt dann die Messarbeiten für den Kontrollbericht.

Ebenfalls richteten wir unser "Kälberdorf" und den Abkalbebereich ein. Heute Abend ist die eine Abkalbebucht zum ersten mal belegt. Java wird diese Saison ihr 6. Kalb zur Welt bringen, Elli das Erste. Alle Tiere gewöhnen wir schon vor dem Abkalben an die Abkalbebuchten. So können die Tiere stressfrei verstellt werden, wenn der Geburtszeitpunkt erreicht ist.

Unser Betrieb liegt am Nordrand der aargauer Gemeinde Seon. Umgeben von einer hügeligen Wiesenlandschaft, ist der Hof das Zuhause meiner Frau, unseren 3 Jungs, meiner Eltern und mir. Wir betreiben ausschliesslich Milchproduktion und Aufzucht. Bewirtschaftet wird nach dem Grundsatz des biologischen Landbau. Die Grundlage der saisonalen Milchproduktion ist Wiesenfutter.

Betriebspiegel

  • 22 ha Intensive Wiesen und Weiden
  • 5 ha Extensive Wiesen und Hecken
  • 40 Milchkühe der Rassen Swissfleckvieh und Kiwicross
  • 10 Aufzuchtrinder

 

Bei uns hat die Besamungssaison am 10. April begonnen. Bis auf die drei als letztes gekalbten Kühe konnten wir in den ersten vier Wochen die ganze Herde besamen. ...weiterlesen "Besamungssaison – wir stecken mittendrin"

Nachworte zur Kalbesaison 2017

Die Kalbesaison 2017 ist schon fast Geschichte; nur eine Kuh fehlt uns noch. Wir durften dieses Jahr eine ruhige und erfolgreiche Saison erleben, welche uns 14 Aufzuchtkälber brachte.

...weiterlesen "Warten auf die letzte Kuh"