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Am 15. April begann die Besamungssaison. Die ersten drei Wochen wurden die Kühe und Rinder mit KB besamt. Während dieser Zeit hielten wir mehrere Male täglich Ausschau nach brünstigen Tieren , so konnten 42 von 45 Tieren belegt werden. Zum Einsatz kamen ca. 25 Dosen von Weidegenetikstieren. Wir kreuzten mit Kiwicross, Swissfleck (nur Vollweide/Bio), irischen Friesen und mit den IG-Weidemilchstieren Campus und Orion ein. So erreichen wir ausgeglichene Kühe mit einer gewissen Bemuskelung. Die restlichen Dosen stammen von Maststieren wie Angus und Limousin.

In der 4. Woche bekamen unsere Kühe Besuch vom Angusstier Nelio. Er bleibt ca. 8 Wochen in der Herde und nimmt uns einiges an Arbeit ab.

Nach dem Ueberweiden bekommen unsere Wiesen die erste Güllengabe von 15 m3, ausgebracht durch Verschlauchen mit dem Schleppschlauch oder der Weitwurfdüse, je nach Gelände.

Die Gülle wird mit Biolit - Steinmehl aufbereitet. Im Februar wurden 17 Tonnen mit dem LKW in den Güllenkasten eingeblasen. Meiner Meinung nach fliesst sie dadurch besser und stinkt weniger. Im ganzen Jahr fällt ca. 1200 m3 Gülle an. Bei 32 ha düngbarer Fläche können so 40m3 in 2 - 3 Gaben ausgebracht werden. Die wenig intensiven Heuwiesen bekommen eine Mistgabe. Auf diesen Flächen wird das Heu für die Galtfütterung produziert. Der frisch anfallende Mist aus der Tiefstrohhaltung (Abkalbebereich, Kälber- und Rinderstall) wird bis zum Herbst gelagert. Im Herbst, bei Weideende, wird dieser gezielt auf die Hanglagen ausgebracht. Auf diesen Flächen fällt beim Weiden weniger Kot an.

Dank den trockenen Böden konnten wir dieses Jahr bereits am 4. März mit dem Weiden starten, was bei unseren Verhältnissen früh ist. In den letzten Jahren begann unsere Ueberweidung durchschnittlich um den 20. März. Bis jetzt konnten wir einen Grossteil unserer Flächen kurz überweiden. Die Kühe frassen schon über die Hälfte der Tagesration auf den Wiesen. Die Tagesmilchmenge stieg pro Kuh und Tag um zwei Liter.

...weiterlesen "Weidebeginn und Wintereinbruch"

Nach der Geburt legen wir das Kalb in die Futterkrippe. Die Mutter kommt ins Fressgitter und schleckt das Kalb ab. Während dieser Zeit melken wir und versorgen das Frischgeborene mit der wertvollen Biestmilch.

...weiterlesen "Kälberversorgung"

Bis heute haben 32 Kühe gekalbt. Bei uns dauert die Abkalbezeit vom 25. Januar bis Ende März.

Wir bekamen 6 Zuchtkälber und 6 Stierkälber. Die restlichen Kälber sind Mastkreuzungen. Leider hat auch uns die Blauzungenkrankheit eingeholt. Wir hatten 6 Aborte und 2 Mumien. Jetzt hoffen wir, dass keine weiteren Ueberraschungen mehr folgen.